Café Rodenstein – Museumscafé des HLMD

Mit der Eröffnung des frisch sanierten Gebäudes und der neu eingerichteten Dauerausstellungen hat das Hessische Landesmuseum Darmstadt auch ein neues Museumscafé erhalten. Es wurde in den ersten Jahren betrieben von Michael Bode-Böckenhauer und Alexander Marschall gemeinsam mit Monika und Manfred Müller. Ziel war es, das Café nach erfolgreicher Initialisierung in einen sozial-integrativen Betrieb  zu überführen. Ab Sommer 2017 wurde das Café erfolgreich an einen neuen Pächter übergeben, das Ziel es in einen sozial-integrativen Betrieb zu überführen scheiterte jedoch.

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Die Köchin

Seit 2001 betreibt Monika Müller gemeinsam mit Manfred Müller das Restaurant Müller & Müller in der Darmstädter Mühlstraße, wo sie selbst als Köchin tätig ist. Zudem besitzt die studierte Diplompädagogin und Kunsttherapeutin aus ihrer Zusammenarbeit mit der Kulturanthropologin Ute Ritschel innerhalb des Projekts „ArtTafel“ langjährige Erfahrungen mit kulinarischen Kunst-Tafeln in kleiner und großer Form.

Monika Müller steht für eine qualitativ hochwertige Küche, die die Verwendung von Zutaten aus biologischem Anbau und artgerechter Tierhaltung mit einer kreativen Zubereitung vereint.

www.mueller-und-mueller.de
www.caferodenstein.de

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Das Service-Team

Viele der Rodenstein-MitarbeiterInnen waren durch langjährige Zusammenarbeit in unterschiedlichen Betrieben sowohl untereinander als auch mit den Initiatoren des Cafés eng verbunden. Sie alle verbindet die Leidenschaft für gute Produkte, besondere Orte und – vor allem  – die Freude am Kontakt mit den Gästen.

Die Organisatoren

Michael Bode-Böckenhauer und Alexander Marschall haben in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Kultur- und Gastronomieprojekte in Darmstadt ins Leben gerufen. Ihre Erfahrungen mit Kultur, Gastronomie, Stadtentwicklung und Marketing bündeln sie heute in ihrem Unternehmen diekulturwirtschaft GmbH.

Darüber hinaus beschäftigen sich die beiden Eigentümer des Einzelhandels- und Gastronomiebetriebs vinocentral seit vielen Jahren mit europäischen Weinen und Lebensmittelspezialitäten.

Als Gründer und langjährige Geschäftsführer des Kulturbetriebs Centralstation sowie als Initiatoren der dort ansässigen Kulturkantine stehen sie zudem für die Idee, Kultur, Gastronomie und Inklusion miteinander zu verbinden.

Das Café Rodenstein wurde eingegliedert in ihr Unternehmen Central GmbH, das – zuständig für die Abendgastronomie der Centralstation – über langjährige Erfahrungen bei der gastronomischen Versorgung von Kulturbetrieben sowie über ein versiertes Gastronomie-Team verfügt.

www.vinocentral.de

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Die Rodensteiner

Die Rodensteiner waren ein ritterliches Adelsgeschlecht aus Fränkisch-Crumbach im Odenwald, das 1080 erstmals nachweisbar ist. Zunächst hießen sie Herren von Crumbach. Im 13. Jahrhundert erbauten sie bei Reichelsheim die Burg Rodenstein und nannten sich fortan Herren von Rodenstein. Die Ruine der Burg ist heute noch zu besichtigen.

Im 17. Jahrhundert starb die Familie infolge der Pest aus. Ihre Hauptgrabstätte liegt in der evangelischen Kirche in Fränkisch-Crumbach, wo zahlreiche spätgotische Epitaphe [Grabdenkmal an einer Kirchenwand] der Familie zu sehen sind.

Ein weiteres Epitaph der Rodensteiner hängt im süd-westlichen Innenhof des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und hat ihm den Namen Rodensteiner Hof gegeben. Es zeigt den 1580 verstorbenen Hans V. von Rodenstein.

Erst nach dem Aussterben der Rodensteiner entstand die Sage vom Rodensteiner.

Man weiß nicht, auf welchen der Herren von Rodenstein sie sich bezieht. Es wird vermutet, es sei Hans III. zu Rodenstein gewesen, der zu Lebzeiten sehr kriegslüstern gewesen sei und um des Kampfes Willen seine schwangere Frau verlassen haben soll, woraufhin diese ihn verflucht habe.

Gegenstand der Sage ist ein Ritter, ursprünglich “Schnellertsherr” genannt, der bei drohendem Kriegsausbruch aus dem Grab steigt, um das eigene Volk zu warnen. Die Sage wurde mehrfach literarisch aufgegriffen und weiterentwickelt. Mitte des 19. Jahrhunderts machte Joseph Viktor von Scheffel den Rodensteiner in seinen Gedichten schließlich zu einem Saufkumpanen. Als solcher fand er in die deutschen Studentenlieder Einzug.

Link zum Hessischen Landesmuseum Darmstadt

Wer sich für die Mythen und Legenden um den Ritter Rodenstein und die gleichnamige Burg im Odenwald interessiert, dem sei „Das Buch Rodenstein“ des Schriftstellers Werner Bergengruen empfohlen. Die ursprünglich 1927 (erweitert 1951) erschienene Sammlung „unheimlicher Geschichten“, so der Untertitel der nur noch antiquarisch erhältlichen Ausgabe des Insel Verlags, wurde 2012 von der Interessengemeinschaft Heimatmuseum Rodenstein in Fränkisch-Crumbach neu aufgelegt. (ISBN-10: 300039527X)


Quellen:
Elisabeth Frenzel, Stoffe der Weltliteratur, Stuttgart 1998, Der Rodensteiner, S. 683
Wikipedia, Die Freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org/wiki/Rodenstein_(Adelsgeschlecht), Stand 29.9.2014
Wikipedia, Die Freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org/wiki/Rodensteiner, Stand 29.9.2014

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